
Verpackung und Lieferumfang
Die 14 Kilogramm schwere Säge wurde in einem stabilen Karton geliefert und brachte eine umfangreiche Beschreibung mit. Sie war bereits vormontiert, lediglich der Griff, der Fangsack für die Sägespäne und die seitlichen Auflagen mussten noch befestigt werden. Das Gerät hat eine Gesamtgröße von 820 mal 543 mal 355 Millimetern.
Qualität und Verarbeitung
Auf den ersten Blick wirkte die Säge enorm hochwertig und robust. Vor allem das Sägeblatt machte einen sehr strapazierfähigen Eindruck, das Gleiche ließ sich im Prinzip aber auch über alle anderen Bauteile sagen. Insgesamt fiel diese erste grobe Betrachtung sehr positiv aus, zumal auffallend viele Einzelteile aus Metall bestehen.
Ausstattung und Funktionen
Bei dem Modell Metabo KGS216M handelt es sich um eine Kapp- und Gehrungssäge, die auch als Zugsäge ausgelegt ist. Sie hat eine Auflagefläche von 364 mal 700 Millimetern und eine Leerlaufdrehzahl von 5000 pro Minute. Zur Ausstattung gehören ein Hartmetall-Sägeblatt mit Wechselzahn (insgesamt 40 Zähne), eine Werkstückspannvorrichtung, zwei integrierte Tischverbreiter, hohe und seitlich verschiebbare Anschlagprofile sowie selbstverständlich Laser. Laser und Licht können separat eingeschaltet werden, der Betrieb erfolg über den Netzstecker, Batterien werden nicht benötigt.
Lampe leider etwas schwach
Etwas enttäuscht waren wir von der LED-Lampe, denn die hätte unserer Meinung nach etwas stärker sein können. Sie ist eigentlich nur bei völliger Dunkelheit sichtbar, ist es dagegen relativ hell, lässt sie sich kaum wahrnehmen und ist somit unbrauchbar. Das mitgelieferte Sägeblatt hat einen Durchmesser von 216 Millimetern, es eignet sich zum Schneiden von Laminatböden, Kanthölzern und anderen Werkstücken, für Aluminium und Metalle aller Art darf es jedoch nicht verwendet werden. Leider hat die Säge keinen Sanftanlauf, das heißt, sie startet relativ abrupt, worauf wir uns in unserem Test erst einmal einstellen mussten.
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Ergonomie und Bedienkomfort
Ganz wichtig: Da der Start eher ruppig ausfällt, sollte die Maschine einen sehr sicheren Stand haben. Der waagerechte Bediengriff sorgt für ein komfortables Handling, zumal er im Vergleich zu einem senkrechten Griff wesentlich kontrollierbarer ist. Führung und Gelenk sind natürlich arretierbar, die ausziehbaren Stützen mit den versenkbaren Anschlagblechen an den Seiten erleichtern das Arbeiten. Zu Beginn mussten wir die Einstellung der Laserdiode noch ein wenig korrigieren, was aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit vollkommen unproblematisch war.
Hoher Reinigungsaufwand
Ein wenig ärgerlich: Das sogenannte „Spänefang-System“ funktioniert nicht wirklich gut, nach rund zwei Stunden Arbeitseinsatz war der Boden derart mit Spänen übersät, dass wir einen Zehnlitereimer damit füllen konnten. Nur etwa ein Viertel der Sägespäne wird vom Fangsack aufgenommen. Der Reinigungsaufwand ist also extrem hoch, wir empfehlen hier dringend den Einsatz eines kräftigen Saugers, der an der Säge angeschlossen werden kann. Gut gefiel uns dagegen, dass der Zugschlitten völlig leicht und ruckfrei bedient werden kann. Sollte der Neigungswinkel einmal nicht optimal passen, lässt er sich einfach und präzise einstellen.
Sicherheit
Mal abgesehen vom sehr brachialen Anlauf, der einen wirklich festen Stand erfordert, bietet dieses Gerät eine relativ hohe Sicherheit. Dank des stabilen und absolut rutschfesten Griffes liegt die Maschine nämlich sehr gut in der Hand, so dass wir während des Arbeitens keinerlei Bedenken hatten und dem Gerät vollkommen vertrauten. Die verschiebbaren Anschlagprofile sorgen zusätzlich für Halt. Positiv: Sägekopfsicherung und Kabelaufwicklung sind vorhanden, so dass die Säge jederzeit und ohne Probleme transportiert werden kann.
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Lautstärke
Die Metabo KGS 216 M ist alles andere als leise. Muss sie aber auch gar nicht sein, denn schließlich hat sie jede Menge Power, die sich ja auch irgendwie bemerkbar machen muss. Die Säge sollte während der allgemein üblichen Ruhezeiten nicht benutzt werden.
Präzision des Schnittes
Mit der Präzision waren wir voll und ganz zufrieden. Der integrierte Laser zeigt die exakte Schnittlinie an, was das Arbeiten deutlich erleichtert. Die sogenannte “Zugfunktion” ermöglicht außerdem das exakte Zuschneiden breiterer Werkstücke. Sehr gut funktionierte die Schnitttiefenregulierung, die maximale Schnitttiefe beträgt 65 beziehungsweise 36 Millimeter. Da sich die Schnittgeschwindigkeit in einem akzeptablen Bereich befindet, bleiben auch diesbezüglich keine Wünsche offen.
Kleine Tipps
Beim Auspacken fiel uns auf, dass der Laser stark verstellt war. Dies kann unterwegs während des Transports passiert sein. Wirklich schlimm ist dies jedoch nicht: Einfach die kleine Plastikkappe abschrauben und den Laser dann nach Bedarf mit einem passenden Inbus-Schlüssel justieren. Mithilfe der zwei Schrauben links und rechts dürfte die kleine Abweichung innerhalb von zwei Minuten behoben sein.
Schnelle und einfache Feineinstellung
Am besten klappt das übrigens, wenn zunächst ohne eine vorherige Justierung ein Werkstück zugesägt wird. Anschließend das Werkstück eingespannt lassen und dann erst den Laser neu einrichten. Außerdem empfehlen wir, die Linse des Lasers immer wieder einmal zu reinigen, da sie sich recht schnell zusetzt.
Vorteile
- Sehr solide Bauweise, viele Einzelteile aus stabilem Metall
- Erstklassig verarbeitetes Sägeblatt
- Komfortable Handhabung ohne Verletzungsrisiko
- Präzise Schnittführung
- Inklusive Sägekopfsicherung und Kabelaufwicklung für einen sicheren Transport
Nachteile
- Leider werden nicht alle Sägespäne vom Fangsack aufgenommen, daher hoher Reinigungsaufwand.
Fazit
Die Metabo KGS 216 M ist eine sehr gute Kapp- und Gehrungssäge, die eigentlich in keinem Werkzeugkeller fehlen sollte. Sie bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und kann für vielfältige Aufgaben genutzt werden. Der Motor ist leistungsstark und mit einer maximalen Leistung von 1,5 Kilowatt vollkommen ausreichend, der Geräuschpegel zwar hoch, aber noch erträglich. Das Gerät liegt gut in der Hand und erfüllt alle Sicherheitsanforderungen.
Kleine Minuspunkte
Ein wenig ärgerlich ist zugegebenermaßen der hohe Reinigungsaufwand, denn nur ein kleiner Teil der Sägespäne landet auch tatsächlich im Fangsack. Idealerweise sollte die Maschine daher auch an einen kräftigen Allzwecksauger angeschlossen werden. Dass der Laser nachjustiert werden muss, ist auch nicht wirklich ein Nachteil, damit muss vor der ersten Anwendung immer gerechnet werden. Insgesamt können wir der Maschine also eine überdurchschnittlich gute Qualität bescheinigen: Sie bekommt daher auch die Bestnote 5.






